Nachdem die russische Kommandantur die Stadt verließ, erklärte die Familie Haubold in Absprache mit dem Rat der Stadt Limbach die Villa zu einem Kinderheim

01
Sep

Nachdem die russische Kommandantur die Stadt verließ, erklärte die Familie Haubold in Absprache mit dem Rat der Stadt Limbach die Villa zu einem Kinderheim

Das Haus wurde zur Herberge vieler Kriegswaisen und verlassener Kinder. Es lebten teilweise bis zu 55 Kinder in beengten Räumen. Es fehlte am Nötigsten, wie Kleidung und Lebensmittel. Aber noch viel schlimmer war die fehlende Zuwendung.

Im Laufe der Jahrzehnte veränderten sich das Gebäude und die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Nach der Wende wurden die Räumlichkeiten für die Kindergruppen neuen Erziehungsgedanken angepasst. Es gab keine großen Schlafräume mehr, in welchen bis zu 12 Kinder untergebracht waren, sondern gemütliche 2–Bett–Zimmer mit Raum für Individualität. Die Großküche verlor ihre Daseinsberechtigung und so wurde für jede Gruppe eine Küche eingerichtet, in der die Mädchen und Jungen lernten, ihre Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Auch die Arbeit der Nähstube wurde eingestellt. Die Kinder lernten, ihre Wäsche selbst zu waschen und in ihren Schränken sauber und ordentlich aufzubewahren.