1920er Jahre: Die Hauboldsche Villa an der Burgstädter Straße 11 wurde erbaut.

1945 bis 1947: Die russische Kommandantur hat ihren Sitz in der Villa.

1947: Nachdem die russische Kommandantur die Stadt verließ, erklärte die Familie Haubold in Absprache mit dem Rat der Stadt Limbach die Villa zu einem Kinderheim. Das Haus wurde zur Herberge vieler Kriegswaisen und verlassener Kinder. Es lebten teilweise bis zu 55 Kinder in beengten Räumen. Es fehlte am Nötigsten, wie Kleidung und Lebensmittel. Aber noch viel schlimmer war die fehlende Zuwendung.

Im Laufe der Jahrzehnte veränderten sich das Gebäude und die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Nach der Wende wurden die Räumlichkeiten für die Kindergruppen neuen Erziehungsgedanken angepasst. Es gab keine großen Schlafräume mehr, in welchen bis zu 12 Kinder untergebracht waren, sondern gemütliche 2–Bett–Zimmer mit Raum für Individualität. Die Großküche verlor ihre Daseinsberechtigung und so wurde für jede Gruppe eine Küche eingerichtet, in der die Mädchen und Jungen lernten, ihre Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Auch die Arbeit der Nähstube wurde eingestellt. Die Kinder lernten, ihre Wäsche selbst zu waschen und in ihren Schränken sauber und ordentlich aufzubewahren.

1991: Gründung des Fördervereins des Kinder- und Jugendheimes. Personen aus Politik, Wirtschaft und der Gesellschaft traten mit ihrem Engagement für die Kinder des Heimes, deren Wohl und ihrer Zukunft ein.

1991 bis 1993: Rekonstruktion der sanitären Anlagen, Einbau einer modernen Heizung und neuer Fenster.

1998: Eröffnung einer Außenwohngruppe außerhalb des Stammhauses.

2000: Der Förderverein wird zum 1. Oktober offizieller Träger der Einrichtung.

2002: Eröffnung einer Mutter-Kind-Betreuung in der Außenwohngruppe.

2008: Beschluss der Vereinsmitglieder, die Immobilie käuflich zu erwerben.

2010: Grundsanierung des Gebäudes.

2011: Eröffnung einer Innenwohngruppe (zur Verselbstständigung) im Stammhaus.

2016: Abriss und Neubau eines großen Gartenhauses.